Verwalterwahl: Mindestens drei Vergleichsangebote!

Für die Vergabe von größeren Aufträgen muss der Verwalter mindestens drei Vergleichsangebote einholen. Denn die Entscheidung der Gemeinschaft kann nur dann ordnungsgemäßer Verwaltung entsprechen, wenn sie auf eine hinreichend deutlichen Tatsachengrundlage beruht. Dies gilt beispielsweise auch dann, wenn ein neuer Verwalter gewählt werden soll. Vor der Neuwahl des Verwalters sind drei Alternativangebote einzuholen. Geschieht dies nicht, so wird der Neubestellungsbeschluss auf Anfechtung hin für ungültig zu erklären sein (LG Dortmund, Urteil vom 14.06.2016 – 1 S 455/15).


Anders ist es bei der Wiederwahl des bisherigen Verwalters. Dann sind Alternativangebote entbehrlich, da die Gemeinschaft sein Preis-Leistung-Verhältnis kennt und nicht gehindert ist, auch ohne Einholung von Vergleichsangeboten sich für die Fortsetzung seiner Tätigkeit zu entscheiden (BGH vom 01.04.2011 – V ZR 96/10).