Grunderwerbsteuer sparen

Beim Kauf einer Bestandsimmobilie fällt Grunderwerbsteuer nur für die Immobilie selbst an, also für das Grundstück und für das Gebäude. Bewegliches Zubehör hingegen (und hierzu gehört beispielsweise auch eine Einbauküche oder eine Sauna) ist rechtlich und steuerlich betrachtet nicht Teil der Immobilie. Insoweit muss also keine Grunderwerbsteuer gezahlt werden. Der Käufer sollte daher darauf achten, dass nicht fest eingebautes Mobiliar im Kaufvertrag gesondert erfasst wird. Die insoweit genannten Kaufpreise müssen aber angemessen sein. Das Finanzamt akzeptiert in der Regel maximal 15 % des gesamten Kaufpreises. Wird diese Grenze überschritten, oder erscheinen die angesetzten Werte generell als unrealistisch, wird das Finanzamt verlangen, dass geeignete Belege präsentiert werden, die den höheren Wertansatz rechtfertigen.

Aber Achtung: Bevor man einen derart “steueroptimierten“ Kaufvertrag abschließt, sollte Rücksprache mit der finanzierenden Bank gehalten werden. Denn durch das Herausrechnen von Zubehör verliert das Objekt an Beleihungswert. Unter Umständen verteuert dies den Kredit. Insbesondere in Bundesländern mit geringerem Grunderwerbsteuersatz kann es geschehen, dass die Steuerersparnis durch eine Verteuerung der Finanzierung ganz oder teilweise aufgezehrt wird.