Auszug und Rückgabe

Schadensersatzansprüche des Vermieters bei Mietende

Bei Mietvertragsende entsteht oft Streit über Schäden an der Wohnung. Ob der Mieter Schadensersatz zahlen muss, ist eine Frage des Einzelfalls. Für normale Abnutzungserscheinungen kann der Vermieter keinen Schadensersatz geltend machen. Diese sind mit der Miete abgegolten. Für einen verkalkten Duschkopf zum Beispiel, oder einen gesprungenen Flascheneinsatz im Kühlschrank kann Schadensersatz nicht verlangt werden. Denn dies sind häufig benutzte Dinge in der Wohnung, die sich nun einmal im Laufe der Zeit abnutzen.

Verlängerung einer Räumungsfrist

Verurteilt das Gericht einen Mieter zur Räumung der Wohnung, so wird es ihm in der Regel eine Räumungsfrist bewilligen, damit er sich eine neue Bleibe besorgen kann. Deren Länge hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Eine Familie mit minderjährigen Kindern wird normalerweise eine längere Frist erhalten als ein Alleinstehender. Häufig macht das Gericht die Räumungsfrist auch davon abhängig, ob die laufende Miete weiter bezahlt wird.